22. Juni 2022
By Arno

Die Macht der Selbstfürsorge: Wie Sie sich selbst mit Mitgefühl behandeln können – für Soziale Arbeit, Pflege, Bildung


Letzthin begegnete ich im Supermarkt einer Bekannten aus meiner Schulzeit, die heute in der Sozialen Arbeit tätig ist. Nach etwas Smalltalk verabschiedete sie sich mit den Worten, sie müsse nun noch etwas für ihre Selfcare einkaufen. Ich fragte mich, was sie wohl gemeint haben könnte. Etwas später sah ich sie in der Abteilung der Cremen und Badezusätze. Hm, dachte ich, so kann man ganz verschieden über einen Begriff wie Selfcare denken.

Selbstfürsorge – was ist das?

Der Begriff "Selbstfürsorge" oder Selfcare wird in letzter Zeit immer häufiger in den sozialen Medien und in den Nachrichten verwendet. Selbstfürsorge wird oft mit Massagen, Maniküren, Pediküren und anderen kosmetischen Aktivitäten in Verbindung gebracht. Dies ist jedoch nur ein Aspekt der Selbstfürsorge.

In meinem Verständnis ist es eine Praxis, die darauf abzielt, unsere körperlichen, mentalen und emotionalen Bedürfnisse zu erfüllen, damit wir unseren Herausforderungen und Verpflichtungen gewachsen sind. Selbstfürsorge ist die Fähigkeit, sich körperlich, emotional und mental gesund zu erhalten, um seine psychische Widerstandfähigkeit, die Resilienz, zu stärken. Batterien oder Akku aufladen, Pflanzen giessen oder düngen sagt man im Alltag manchmal. Das trifft es schon mal gar nicht schlecht. Aber ich finde, es geht noch viel weiter und hat einen wichtigeren Stellenwert, als es diese Ausdrücke vermuten lassen.

Warum ist es wichtig, gut auf sich selbst zu achten?

Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Lehrer, Pflegefachleute sind Berufsgruppen, die einem hohen Maß an Stress ausgesetzt sind. Auch alle anderen, die Menschen in irgendeiner Art und Weise helfen gehören dazu. Ihr Job ist in einem ganz direkt persönlichen Sinn anstrengend. Tag für Tag geben Sie Ihr Bestes, um anderen zu helfen und zu unterstützen. Daher ist es wichtig, dass diese Berufsgruppen lernen, wie Selbstfürsorge praktiziert wird, um auch die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen, sich um die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden zu kümmern, damit Sie besser für ihre Klienten oder Patienten sorgen können. Selbstfürsorge sollte ein wichtiger Teil des Berufsalltags sein und nicht vernachlässigt werden.

Die Fähigkeit, sich selbst zu lieben und gut auf sich selbst zu achten, ist eine wichtige soziale Kompetenz. Diejenigen, die diese Kompetenz besitzen, sind in der Regel glücklicher, gesünder und erfolgreicher. Sie haben ein besseres Selbstwertgefühl und sind in der Lage, ihre Bedürfnisse besser zu erkennen und zu artikulieren. Folglich haben sie auch mehr Erfolg in ihren Beziehungen.

Auf sich selbst aufzupassen, ist eine Schlüsselkompetenz, die Sozialarbeiter, Lehrer, Sozialpädagogen und Pflegefachleute haben sollten. Sie können sich nur dann gut um andere kümmern, wenn Sie gut auf sich selbst aufpassen. Viele Menschen in diesen Berufen sind so sehr damit beschäftigt, sich um andere zu kümmern, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigen. Das kann jedoch auf lange Sicht zu einem hohen Maß an Stress, Erschöpfung, Burnout oder Depression führen. Die Folgen von Stress und Burnout-Verhalten sind jedoch nicht nur für die betroffenen Personen selbst, sondern auch für ihre Kollegen, Schüler und Klienten spürbar. Daher ist es wichtig, dass wir alle lernen, gut auf uns selbst zu achten, um unsere Gesundheit, unsere Zufriedenheit und unsere Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Wie kann ich Selbstfürsorge in meinen Alltag integrieren?

Die Frage "Wie kann ich Selbstfürsorge in meinen Alltag integrieren?" ist eine, die ich immer wieder höre. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Ich muss lernen, mich selbst zu lieben.

Selbstfürsorge ist die Fähigkeit, sich selbst mit Achtsamkeit und Mitgefühl zu behandeln. Es ist die Fähigkeit, unsere Bedürfnisse wahrzunehmen und zu respektieren und uns Zeit und Raum zu geben, um uns selbst zu pflegen und zu heilen.

Allerdings ist es nicht immer einfach, Selbstfürsorge in unseren hektischen Alltag zu integrieren. Wir sind so damit beschäftigt, für andere da zu sein, dass wir oft vergessen, uns selbst zu pflegen. Eine ausgewogene Work-Life-Balance zu finden ist daher für viele Menschen eine große Herausforderung.

In unserem modernen, schnelllebigen Leben ist es einfach, Selbstfürsorge zu vernachlässigen. Wir sind immer auf dem Sprung und haben wenig Zeit für uns selbst. Die gute Nachricht ist, dass Selbstfürsorge nicht zeitaufwändig sein muss. Es gibt viele einfache Möglichkeiten, Selbstfürsorge in unseren Alltag zu integrieren.

In diesem Abschnitt möchte ich Sozialarbeitern, Lehrern, Sozialpädagogen und Pflegefachleuten einige Tipps geben, wie sie Selbstfürsorge in ihren stressigen Alltag integrieren können.

Immer mehr Menschen leiden unter mentalen Gesundheitsproblemen. Die Zahl der Menschen, die sich in Deutschland in ärztlicher Behandlung befinden, aufgrund von Depressionen, Burn-out oder Angstzuständen, hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Eine Studie des Robert-Koch-Instituts hat ergeben, dass jeder fünfte Erwachsene in Deutschland an einer mentalen Gesundheitsstörung leidet. In der Schweiz wird es wohl ähnlich sein. Psychische Probleme werden oft durch arbeitsbedingten Stress, soziale Isolation oder einem sekundären Trauma verursacht.

Eines der wichtigsten Dinge, die wir tun können, um psychischen Problemen vorzubeugen ist, eine auf sich zugeschnittene Selbstfürsorge zu praktizieren.

Aber wie kann ich eine wirksame Selbstfürsorge in meinen vollen Terminkalender integrieren?

On-the-job:

Prioritäten setzen
Achtsame Atempause
Safe Space
Achtsamkeit
Selbstmitgefühl
Bodyscan