Fallsupervision und Teamsupervision führt zu besserer Zusammenarbeit im psychosozialen, pädagogischen und medizinischen Berufsfeld.

Fallsupervision

Der Erhalt und die Weiterentwicklung der Handlungsfähigkeit steht bei der Fallsupervision ganz oben auf der Liste. Welche Fähigkeiten und Eigenschaften dazu benötigt werden kann situativ unterschiedlich sein. Da gilt es, die vorhandenen Ressourcen hartnäckig herauszuschälen und nutzbar zu machen. Auf der Suche nach neuen Strategien in altbekannten Mustern der Interaktion mit der Kundschaft gilt es sorgsam abzuwägen zwischen der Einführung neuer Vorgehensweisen und dem Erhalt oder der Verfeinerung bewährter Instrumente. Sich gemeinsam für eine Strategie zu entscheiden, führt oftmals schon zu mehr Teamstärke und Zielorientierung.

Fallsupervision Supervision Arno Walti BernDie Arbeit mit Menschen kann einem manchmal ganz schön an persönliche Grenzen bringen. Fachliche, aber auch emotionale und persönliche Herausforderungen sollen ihren Platz haben. Die angemessene Distanz zum Geschehen liefert die Möglichkeit, Herausforderungen aus einer anderen Perspektive zu beleuchten und letztlich die Handlungsmöglichkeiten der einzelnen aber auch des Teams zu erweitern.

Und nicht zuletzt geht es in der Supervision auch um ihre Erfolge. Diese oft unterschätzten Ressourcenpools können gerade in herausfordernden Situationen äusserst hilfreich sein. Den Fokus auf das Gelingende richten und bisherige Erfolge in ähnlichen Situationen zu reflektieren, kann in kurzer Zeit helfen, die Lage zu entspannen.

Teamsupervision

Die Weiterentwicklung von psychosozialen Kompetenzen im Umgang mit Teamkolleg*innen sowie die Reflexion von Aspekten der Macht in der Arbeit mit Klientensystemen bilden zentrale Bestandteile einer Teamsupervision.

Haltungen, Wertvorstellungen und Rollen können, wenn sie reflektiert werden, wichtige Ressourcen für die Zusammenarbeit darstellen. Diese sichtbar zu machen und in Handlungen zu überführen, sind in meiner Supervision wirksame Grundlagenprozesse.

Teamsupervision Supervision Arno Walti Bern

Gemeinsame Visionen, Missionen und Ziele bringen ein Team zu einem gemeinsamen Nenner, auch wenn es individuelle Unterschiede unter den Mitarbeiter*innen gibt. Gerade die Diversität in Teams stellt eine (oft ungenutzte) Erweiterung der Möglichkeiten dar.

Im Umgang miteinander können Reibungen und Konflikte entstehen. Grund dafür sind oftmals individuelle Wertvorstellungen, die sich an anderen oder an der Haltung des Betriebs reiben. Teamsupervision kann in solchen Situationen helfen zu klären, den Fokus auf das Verbindende lenken und Unterschiede zu respektieren.

Fazit

Supervision setzt den Fokus entweder auf das Team, dann ist es Teamsupervision, oder auf zu bearbeitende Klientensituationen, dann ist es Fallsupervision.

Supervision grenzt sich ab von der Fachberatung, wo branchenspezifisches Wissen unabdingbar ist.

Supervision grenzt sich auch ab von der kollegialen Beratung, indem durch das externe Beratungsformat eine grössere Distanz und daher mehr Neutralität geschaffen werden kann.